Eine Betriebsverlagerung ins Ausland ist das Verlagern einer wirtschaftlichen Einheit, ihrer Produktionsprozesse und gegebenenfalls ihrer Mitarbeiter in ein anderes Land. Hierbei unterscheidet man zwischen einem Betriebsübergang und einer Betriebsstilllegung.

Im Allgemeinen sollte bei einer Betriebsverlagerung ins Ausland  die Unterbrechung der Arbeitsprozesse möglichst kurz gehalten werden. Ebenso sollte der Umzug für Mitarbeiter des Unternehmens möglichst komfortabel und unkompliziert sein. Denn durch einen längerfristigen Arbeitsausfall machen Unternehmen hohe Verluste. Oftmals sogar mehr als die eigentlichen Transportkosten des Auslandumzuges. Daher sind Betriebe für etwaige Verluste abgesichert, wenn diese die Dienstleistungen eines internationalen Umzugsunternehmens in Anspruch nehmen. Mit den Services eines Umzugsunternehmens wird die Betriebsverlagerung effizient und schnell abgewickelt. Damit ist sowohl für geringe wirtschaftliche Verluste als auch für das Wohl der Mitarbeiter gesorgt ist.

Rechtliche Bestimmungen – Betriebsverlagerung ins Ausland

Rechtlich wird bei einer Betriebsverlagerung zwischen einer Betriebsstilllegung, einem Betriebsübergang und einem Funktionsübergang unterscheiden.

Kennzeichnend für eine Betriebsstilllegung ist, dass der Arbeitgeber seine wirtschaftliche Betätigung zeitweise aufgibt. Dazu zählt, dass die Produktion gestoppt, die Produktionsmittel veräußert oder in anderen Betrieben verwendet werden. Ebenso gehört zu einer Betriebsstilllegung, dass die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter beendet oder diese in einen anderen Betrieb versetzt werden. Dieser Fall liegt laut Urteil des Bundesarbeitsgericht (BAG) nicht vor, wenn Produktionsprozesse an eine „nahegelegene“ Schwestergesellschaft abgegeben werden und für die Mitarbeiter einer Möglichkeit der Weiterbeschäftigung an einem anderen Standort besteht.

Die gängige Variante der Betriebsverlagerung ins Ausland ist der Betriebsübergang.

Verkauft der Arbeitgeber beispielsweise den gesamten Betrieb, so wird die wirtschaftliche Betätigung nicht, im Sinne einer Betriebsstilllegung, aufgegeben, sondern lediglich von einem anderen Unternehmer übernommen. Darüber hinaus ist  ist der Erhalt der Identität des Betriebes entscheidend für den Betriebsübergang. Bei einer Betriebsverlagerung darf die Identität trotz erheblicher Wegstrecken zwischen den Standorten nicht verloren gehen. Dazu zählt zum Beispiel, dass Maschinen und Werkzeuge am neuen Standort übernommen werden. Bei Medien- und Kommunikationsunternehmen wird die Betriebsverlagerung ins Ausland dadurch erleichtert, dass die Tätigkeiten solcher Unternehmen häufig unabhängig vom Standort ausgeführt werden können. In diesem Falle geht bei einer Betriebsverlagerung ins Ausland die Identität nicht verloren.

Ein Betriebsübergang ins Ausland liegt nicht vor, wenn ein ausländischer Dienstleister nicht die wirtschaftliche Einheit an sich, sondern nur einzelne Tätigkeiten übernimmt. Hierbei spricht man von einem reinen „Funktionsübergang“.

Darüber hinaus entschied das Bundesarbeitsgericht, dass ein Unternehmen bei einer Betriebsverlagerung ins Ausland nicht verpflichtet sei, seinen Angestellten eine Weiterbeschäftigung am neuen Standort anzubieten.

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